ROBIN GIBB. SECRET AGENT
Juli 1984
Ein Enttäuschendes Album nach How Old Are You?. Es konnte bei
weitem den Erfolg seines Vorgängers nicht wiederholen. Und das vor
Allem, weil es zu sehr auf den europäischen Markt zugeschnitten war.
Dabei bediente man sich ziemlich einfallslos der damals typischen
Euro-Clubsounds, produzierte aber nur einen müden Abklatsch. Ziemlich
ignorant, denn Robin Gibb Fans lieben
Popmusik. Die war hier jedoch nicht zu finden.
Dazu kam, dass dies ein nahezu synthetisches Album war, das, wie der Vorgänger, von Robin und Maurice Gibb nahezu alleine eingespielt und produziert wurde (mit Unterstützung von Mark Liggett und Chris Barbosa, die damals einige Hits z.B. für die Sängerin Shannon in den Charts hatten). Der durch und durch synthetische Sound wird noch durch die Tatsache unterstützt, das Robin Gibbs Stimme so weit hochgepitcht wurde, dass sie praktisch nicht mehr zu erkennen war.
Der Erfolg in den Staaten war
erneut gleich Null. In Europa dagegen lief das Album einigermaßen. Hier
gab es eine Menge Videoplay für die Singles und besonders in
Deutschland drückte sich das auch in den Vekaufszahlen des Albums aus.
Rückblickend ist es allerdings eines dieser hohlen, unpersönlichen und
durchkalkulierten Produkte, von denen die 80er Jahre überflutet wurden.
Die neuen Techniken und der Einzug des Computers ins Aufnahmestudio,
die Einführung der CD und das Zauberwort "digital" gingen eine
unglückliche Allianz ein.






