BEE GEES Discografie

 

ONE NIGHT ONLY

 

September 1998

Das Live Album zum 30-jährigen Jubiläum der Band, an einem einzigen Abend in Las Vegas aufgenommen, dokumentiert die ganze Geschichte der Brüder Gibb von 'New York Mining Disaster 1941' bis 'Alone'. Auch ihre Arbeiten für Kenny Rogers oder Barbra Streisand, sowie ihr Beitrag zum Musical-Film 'Grease' (von Frankie Valli damals fabulös interpretiert) finden die verdiente Berücksichtigung. Als Stargast interpretiert Celine Dion ihren von den Bee Gees geschriebenen Titel 'Immortality', der im selben Jahr veröffentlicht wurde.

Das zunächst als einfache CD veröffentlichte Konzert wurde ein Jahr später durch eine limitierte Edition um eine 6-Track Bonus CD ergänzt, so dass nun das komplette Konzert erhältlich war - allerdings nicht der damaligen Setlist entsprechend. Das komplette Konzert in korrektem Ablauf, also die ganzen 130 min, konnte man jedoch auf der parallel erschienen DVD gleichen Titels erhalten, die darüberhinaus noch mit Specials, wie einer Timeline und Interviews lockte.

Mit diesem Album begann die Rückschau der Bee Gees auf ihre eigene Karriere. Es folgten noch ein Studioalbum und mehrere Compilations, die die Hits der Band immer wieder unter neuer Überschrift variierten.

Diese 'One Night Only'-Tour und die damit verbundene Live CD- und DVD-Veröffentlichung, entsprang nahezu nahtlos der Arbeit am Vorgängeralbum Still Waters. 1997 und 1998 waren wohl die geschäftigsten Jahre seit langem für die Band. Dazu kam der für Celine Dions Album Let's Talk About Love (==> amazon.de) beigesteuerte Song 'Immortality', dessen Veröffentlichung geschickt in die Promotionarbeit für das eigene Livealbum integriert wurde.

Das zweite Livealbum der Bee Gees verkaufte sich weltweit sehr gut, war etwa in Australien gar die No.1 der Charts, verkaufte mehr Exemplare als Still Waters, ja war seit Greatest 1979 das bestverkaufte Bee Gees-Album überhaupt und nur Spirits Having Flown und Saturday Night Fever haben mehr Exemplare verkauft. Kurz: ein phänomenaler Erfolg als Ergebnis eines marktstrategischen Feldzugs, der von der Plattenfirma, dem Management und der Band generalstabsmäßig durchgeplant war. Ein Deal, an dem alle gut verdient hatten! Aber auch das letzte Mal, dass im Zusammenhang mit dem Namen "Bee Gees" eine derartige Menge Geld umgesetzt wurde.


 
 
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