BEE GEES Discografie

HERE AT LAST...THE BEE GEES...LIVE

Juni 1977

Kurz vor Weihnachten 1976 aufgenommen, veröffentlichten die Bee Gees im Sommer 1977 ihr erstes Livealbum. Ein Livealbum, das ihnen wichtig war; wollten sie doch den Beweis erbringen, dass sie 'You Should Be Dancing' auch live darbieten konnten. Und dass sich die neuen Songs, die eine Menge alter Fans verschreckt hatten, in das ältere Repertoire einfügten, als hätten sie schon immer zusammen gehört.

Die Band schwamm nach ihren letzten beiden Alben 'Main Course' und 'Children Of The World' wieder ganz oben auf der Erfolgswelle und füllte auch wieder grosse Hallen.
Dieses Konzert aus dem Forum in Los Angeles sollte ursprünglich fürs Fernsehen aufgezeichnet werden. Die Bee Gees waren aber von der Qualität des Auftritts derart überzeugt, dass sie sich entschlossen, ihr erstes Live-Album daraus zu machen.

Entstanden war ein souveränes Album, das die erste Tour der Bee Gees nach ihrem Comeback dokumentiert. Das Schema, das sie damals für Liveauftritte entwickelten, hielten sie praktisch den Rest ihrer Karriere durch. 'You Should Be Dancing' löste 'Lonely Days' später als Abschlusssong ab. Auch die Medleys mit älterem Material führten die Gibb Brüder damals ein.

Das unbearbeitete Konzert mit allen Ansagen und mit der Setlist in der originalen Reihenfolge, kann man rechts anhören. Es unterscheidet sich allerdings nur leicht von der Version, die dann auf dem Doppelalbum erschienen ist. Es gibt nur wenige Overdubs. Barry Gibbs Falsett wurde offenbar für das Album "überarbeitet". Das ist teilweise nur ein Krächzen. Was auf dem Album komplett fehlt ist die Vorstellung der Band.

Während der Tour begannen sie bereits Material für ein nächstes Album zu schreiben. Dazwischen kam ihnen der Auftrag für eine Low Budget Produktion, einem Film, der in der New Yorker Disco-Szene spielen sollte, eine handvoll Songs zu schreiben. Drei oder vier Uptemponummern und eine Ballade. Robert Stigwood hatte die Produktion für den Film übernommen und wollte den Soundtrack in der "Familie" belassen. Der damals noch namenlose Streifen hieß später Saturday Night Fever und sollte alle bisherigen Verkaufrekorde brechen.
Das tat zunächst dieses Livealbum, denn es wurde zum bis dato bestverkauften Bee Gees Album jenseits des Atlantiks und verkaufte dort unglaubliche 3 Millionen Exemplare!

Der große Vorteil, und warum ich diese Liveaufnahmen denen von One Night Only etwa vorziehe, ist der warme, analoge Sound, der bei weitem weniger aufdringlich und eben "live" klingt. Die digitale Aufnahmetechnick von One Night Only klingt sehr steril und alleine auf Dynamik getrimmt.


 
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